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Der
Kindergarten der iwis-Gruppe wurde 1973 aus dem allgemeinen
Kindergartennotstand in München heraus als firmeneigener
Betriebskindergarten gegründet. Grund für die seinerzeitige Aktion war
der allgemeine Kindergartennotstand in München und speziell auch in
Sendling mit allein einem Fehlbedarf von 549 Kindergartenplätzen. Dies
nahm der seinerzeitige Firmenchef Herr Dipl. Ing. Gerhard Winklhofer zum
Anlaß eine soziale Einrichtung für die Kinder der Mitarbeiter/innen von
iwis zu schaffen.
Seit 1993 ist der Kindergarten ein
gemeinnütziger Verein: 'Die Kinderkette' Kindergarten e.V. Damit
verbunden ist eine Öffnung für die Bewohner des Münchener Stadtteils
Sendling, d.h. nicht mehr nur Beschäftigte von iwis, sondern auch Externe können ihre Kinder
unterbringen.
Der
betriebseigene Kindergarten kam seinerzeit vor allem den jungen
Mitarbeiterinnen in der Produktion zu gute. In der Kettenmontage bei
iwis gibt es seit jeher einen hohen Frauenanteil vor allem auch von
ausländischen Mitarbeiterinnen, die vor allem das Angebot des
Kindergartens am Arbeitsplatz nutzten. Diese Struktur herrscht
überwiegend auch heute noch vor, wobei sich allerdings die Nachfrage im
Belegschaftskreis gewandelt hat. Heute werden Kinder betreut, die zu
gleichen Teilen von Angestellten wie auch von Mitarbeiter/innen aus der
Produktion kommen. Dies hängt damit zusammen, dass zum einen die Anzahl
der Angestellten wesentlich gestiegen ist und andererseits, dass
iwis-Mitarbeiter/innen heute nur noch eher selten im Stadtteil Sendling
wohnen.
- Eine Ganztagsgruppe für 25 Kindergartenkinder ab 3 Jahren sowie eine Gruppe Kleinkinder unter 3 Jahren.
- Betreuung, neben der Leiterin der Einrichtung, durch 2 vollamtliche kompetente Erzieherinnen und 2 Kinderpflegerinnen.
- Die Öffnungszeiten sind im Einklang mit den Arbeitszeiten der Eltern eingerichtet.
Bedingt durch den Schichtbetrieb: von 6.oo Uhr bis 17.oo Uhr, bei Bedarf auch länger. Sollten
die Eltern danach noch betrieblich gebunden sein entweder mit Absprache
weitere Betreuung im Kiga oder Kind kann am Arbeitsplatz der Eltern
warten.
Bei Sonderschichten am Samstag ebenfalls Öffnung des Kindergartens.
Keine Schließung während der Ferien.
- Gemeinsames Mittagsessen der Kinder im Kindergarten, Verpflegung durch betriebseigenes Casino.
- Mittagsruhe für die Kleineren in eigenem Ruheraum.
- Eingehen
auf hohen Ausländeranteil: verschiedenste Nationalitäten, Mentalitäten,
Religionen spiegeln auch die Arbeitswelt wieder.
- Deutschunterricht, Sprachförderung für Migranten, Englischunterricht, Musikunterricht.
- Günstige Kindergartenbeiträge.
- Gesamtheitliches Konzept
einer familienbewussten Arbeitswelt mit Maßnahmen zur besseren
Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit (hierzu gehört auch der
Einsatz flexibler Arbeitszeitmodelle in der Produktion, Telearbeit,
Aktivitäten f.junge Frauen zur Ausbildung in technischen Berufen)

Unsere Kindergartengruppe besteht aus ca. 50 % verschiedenster
ausländischer Nationalitäten. Sie und ihre Eltern bringen ihre
Persönlichkeit, ihre Kultur, ihre Tradition und ihre Sprache mit in die
Einrichtung. Daraus ergibt sich als Schwerpunkt unserer Arbeit die
Förderung der Sprachentwicklung sowie die Vermittlung der deutschen
Sprache. Dabei ist die sprachliche Förderung aller
Kinder eine Hauptaufgabe unserer Elementararbeit. Aus spielerischen
Elementen setzen wir Angebote zur steigenden sprachlichen Kompetenz der
Kinder zusammen. Es ist wichtig, die Entwicklung und die Lebenswelt der
Kinder zu berücksichtigen und dabei die Eltern zur Unterstützung mit
einzubeziehen. Voraussetzung für respektvolle Integrationsbemühungen
ist gegenseitiges Vertrauen. Ziel ist für alle Beteiligten eine
kulturelle Bereicherung.
Integration ist aber ohne
sprachliche Kompetenz nur eingeschränkt möglich. So werden durch
unzureichende Sprachkenntnisse gesellschaftliche und soziale
Handlungsfähigkeiten begrenzt. Sprachliche Defizite erschweren die
Beteiligung am gesellschaftlichen Leben. Wir wollen, dass die Kinder
unserer Einrichtung durch intensive sprachliche Förderung die Chance
erhalten, am Leben in unserer Gesellschaft aktiv teilhaben. Dies
erreichen wir nicht nur in unserer täglichen Arbeit, sondern hier
arbeiten wir eng mit Eltern, Schule und Facharbeitskreisen zusammen. Um
unser Ziel zu erreichen, dehnen wir die Vernetzung auch auf das
Wohngebiet aus, wie Beratungsstellen, Polizei und andere Institutionen.

Postiv
- Motivation
der Mitarbeiter/innen insbesondere auch alleinerziehender Mütter durch
Wegfall der Sorge um die Unterbringung des Kindes.
- Verringerung von Fehlzeiten.
- Argument für Mitarbeiterrecruiting.
- Durch
Umwandlung in einen eingetragenen Verein Öffnung an die Außenwelt,
keine Betriebsblindheit mehr, Einbindung in die Kindergartenaktivitäten
der Stadt München, Benchmark-Möglichkeiten.
- Finanzielle Vorteile durch anteilige Kostenübernahme der Kommunalverwaltung.
- Teilnahmemöglichkeiten
der Erzieherinnen an Weiterbildungs- und Qualifikationsmaßnahmen der
städtischen Einrichtungen, Mitwirkung in verschiedenen Arbeitskreisen.
Negativ
- Erhöhter bürokratischer Aufwand, der in der Personalabteilung der Firma aufgefangen werden muß.
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