Unser Pädagogisches Konzept

Jede Kindereinrichtung hat zur Arbeitsgrundlage einen pädagogischen Grundsatz, nach dem sie arbeitet. Unser Ansatz ist der situationsorientierte. Er hat den Vorteil, dass man aus all den bekannten Erziehungsstilen die Dinge herauspicken kann, die für die Einrichtung und deren Kinder sinnvoll erscheinen.

Wie der Name schon sagt, steht im Vordergrund die jeweilige Situation. Hier werden das Umfeld und die Lebenssituation der Kinder aufgegriffen und in die Arbeit mit einbezogen. Man hat hierbei die Möglichkeit, individuell auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Kinder einzugehen. Sie lernen ihr Lebensumfeld spielerisch kennen, haben Raum zum Experimentieren. Sie lernen in Alltagssituationen. Hierbei gibt es auch feste Strukturen, so zum Beispiel das Feiern von jährlichen Festen, das Aufgreifen von Jahreszeiten.

Was aber noch viel wichtiger ist, ist das Bearbeiten von Situationen im Alltag oder in der Gruppe. Hierbei beobachten die Erzieherinnen, welche Themen die Kinder beschäftigen, und können sie aufgreifen. Diese werden dann mit unterschiedlichen Methoden aufgearbeitet (Spiel, kreatives Gestalten, Gespräche).

Wir finden, diese Methode kommt dem folgenden Leitspruch am Nächsten:

Man soll ein Kind da abholen, wo es steht

Das Projekt

Das Projekt ist die methodische Umsetzung des Situationsansatzes und ermöglicht den Kindern das Lernen in kindgemäßen Handlungs- und Erfahrungszusammenhängen. Inhaltlich bestimmt sich das Projekt aus der Erlebniswelt der Kinder und setzt genaue Beobachtungen der Kinder durch die Erzieherinnen voraus. Ein solches Projekt kann heißen: „Meine Familie und ich“.

Die Umwelt aktiv und aufmerksam kennen lernen

Wir legen Wert auf die bewusste Verknüpfung des Forscherdrangs der Kinder mit dem wohlüberlegten „Zumuten“ neuer Erfahrungen. Das bedeutet für die Erzieherin, dass sie jedes Kind vorbehaltlos anerkennt und wertschätzt. Sie hat Vertrauen in sein Entwicklungsstreben. Jedes Kindes handelt aus vernünftigen Gründen: will sich selbst und seine Umgebung verstehen können.

Mit Sensibilität für den Entwicklungsstand des Kindes nimmt die Erzieherin seine Interessen war. Sie regt das Kind zu weitergehenden Beschäftigungen mit Themen an, stellt entsprechendes Material zur Verfügung, lässt ihm Zeit, gibt ihm Raum. Grenzen steckt die Erzieherin mit dem nötigen Verantwortungsgefühl ab. Sie ermöglicht, dass jedes Kind seine Entscheidungsräume stetig erweitern kann. Weil auch Erzieherinnen nie auslernen, ist ihre ständige Weiterbildung bei uns selbstverständlich.

Interaktion zwischen allen Altersstufen

Erfahrungen außerhalb der Familie bieten Ihrem Kind neue Entwicklungsanreize. In der Gemeinschaft mit gleichaltrigen, jüngeren und älteren Kindern vergleicht es seine Wahrnehmungen, findet Freunde, die zu ihm passen und verändert seine Sichtweise auf die Welt und sich selbst.

Größere Kinder können bereits erworbenes Wissen und Gruppenregeln an kleinere Kinder weitergeben.

Soziales Verhalten

Soziales Verhalten wird in erster Linie durch das Vorleben und das Beispiel der Erwachsenen und das tägliche Miteinander in der Gruppe eingeübt und vermittelt.

Dabei lernen die Kinder unter Beibehaltung ihrer eigenen Individualität:

  • Die unterschiedlichen Entwicklungsstände der Gruppenmitglieder zu akzeptieren.
  • Den Anderen zu achten.
  • Unterschiedliche Bedürfnisse wahrzunehmen.
  • Toleranz und Geduld zu üben.

Darüber hinaus sind für das Miteinander in einer Gemeinschaft alters entsprechende Selbstständigkeit und Selbstsicherheit von großer Bedeutung. Selbstständigkeit kann am wirkungsvollsten im Alltäglichen erlernt und gefördert werden (z. B. beim Essen, An- und Ausziehen, Händewaschen, usw.). In diesem Zusammenhang ist es wichtig, den Kindern die Gelegenheit zu Selbstbestimmung und eigenen Entscheidungen zu ermöglichen. Daneben entwickelt das Kind ein gesundes Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit, Durchsetzungsvermögen und die Fähigkeit Konflikte auszutragen. Dies kann noch gefestigt werden durch Geborgenheit in der Gruppe, gegenseitige Rücksichtnahme, Einfühlungsvermögen, Lob für Dinge, die schon beherrscht werden und das Vergeben kleiner Aufträge und Aufgaben.